Home
Anmelden
Registrieren
Unsere Philosophie
Impressum
Minilexikon
Lebensmittelfarbstoffe

Lebensmittelfarbstoffe sind Lebensmittelzusatzstoffe, die dazu dienen, Lebensmittel besser aussehen zu lassen und die Farberwartungen der Verbraucher zu befriedigen. Sie dienen auch dem Ausgleich von verarbeitungsbedingten Farbverlusten und können daher unter Umständen eine bessere Qualität vortäuschen.

Nur wenige Farbstoffe sind pflanzlichen Ursprungs (z. B. Betanin oder Chlorophyll), üblich sind synthetische Nachbildungen von in der Natur vorkommenden Substanzen (naturidentische Stoffe) oder gänzlich synthetische Verbindungen. Letztere haben von allen Lebensmittel-Zusatzstoffen den schlechtesten Ruf.

Lebensmittelfarbstoffe sind außerdem Farbstoffe, die natürlicherweise in Lebensmitteln, wie Obst und Gemüse, vorkommen. Dazu gehören Blattgrünfarbstoffe (Chlorophylle), Carotinoide, Beerenfarbstoffe (Anthocyane), Beten-Farbstoffe (Betanin) und Farbstoffe von Gewürzen wie Paprika, Safran und Gelbwurzel (Curcumin).

[...]

Wirkung auf den Menschen

Wie schon erwähnt, haben Lebensmittelfarbstoffe die Wirkung, Lebensmittel zu verschönern und damit attraktiver für den Menschen zu machen. Farbstoffe können positive Wirkungen auf den Menschen haben, wie zum Beispiel Carotinoide. Carotinoide sind für das Sehen notwendig. Retinal ist ein Folgeprodukt des Carotins, welches den Carotinoiden angehört, was den Sehvorgang ermöglicht. Manche Lebensmittelfarbstoffe – gerade Azofarbstoffe – stehen im Verdacht, Allergien oder Hyperaktivität auszulösen. Auch deshalb sind Lebensmittelfarbstoffe bei manchen Konsumenten mehr und mehr unbeliebt. Trotzdem möchten die meisten Konsumenten nicht darauf verzichten, farblich schöne und ihren Erwartungen entsprechend gefärbte Speisen zu essen. Bei vielen Farbstoffen ist noch nicht bekannt, welche Langzeitwirkungen sie haben.

[...]

Gegen das Färben von Lebensmitteln an sich ist einzuwenden, dass qualitativ minderwertige Produkte durch die Färbung vom Verbraucher nicht mehr erkannt werden können. Viele Lebensmittelfarbstoffe werden nicht unbedingt benötigt. Bei Lebensmittelfarbstoffen, die bisher nur unzureichend erforscht sind, steht dementsprechend ein geringes Risiko unter anderem für Allergien einem fehlenden Nutzen für den Einzelnen entgegen.

Als Ersatz für viele synthetische Farbstoffe können auch Lebensmittel selbst als Färbemittel verwendet werden, wie zum Beispiel Rote Bete oder Spinat, die allerdings den Geschmack der Speise beeinträchtigen können.

Seite „Lebensmittelfarbstoff“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. Juni 2013, 15:52 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lebensmittelfarbstoff&oldid=119276411 (Abgerufen: 29. Juli 2013, 13:50 UTC)

 


Bonbons, Limo, Eis und andere Lebensmittel mit künstlichen Farbstoffen müssen seit heute einen Warnhinweis auf der Packung tragen. Sie stehen im Verdacht, Kindern in ihrer Entwicklung zu schaden.

Nach einer EU-Verordnung muss der Satz „kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ seit heute mit aufgedruckt sein. Die neue Regelung gilt für die Farbstoffe Tartrazin (E 102), Chinolingelb (E104), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot A (E 124) und Allurarot AC (E 129). Das teilte der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) in Berlin mit.

Die synthetischen Farbstoffe sind häufig in Süßigkeiten wie Bonbons, Lutschern, Kaugummis und Limonaden zu finden. Doch sie können auch Pudding oder Speiseeis beigemischt sein. Die Substanzen verbergen sich häufig hinter den E-Nummern, die auf Verpackungen aufgedruckt sind. Verbraucherschützer wenden sich schon lange gegen diese künstlichen Zusätze, die im Verdacht stehen, Allergien oder Krebs auszulösen. Eine Studie der britischen Universität Southampton hatte 2007 auch einen Zusammenhang gefunden zwischen Hyperaktivität, Aggressivität und Konzentrationsschwierigkeiten von Kindern und dem Genuss von Süßigkeiten mit diesen Farbstoffen.

Nachweis für Hyperaktivität fehlt

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA kam 2008 zu dem Schluss, dass die britische Studie keine ausreichenden Beweise dafür liefere, dass die Farbstoffe mit Hyperaktivität von Kindern in Zusammenhang stehen. Das EU-Parlament entschied sich dennoch für einen Warnhinweis auf Lebensmitteln, die solche Farbstoffe enthalten.

http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/kuenstliche-farbstoffe-warnhinweis-fuer-kinder_aid_532095.html

 

Lebensmittel
Haushaltsprodukte
Medizingeräte
Literatur
Kosmetik
Sonderaktionen
Getränke
Ergänzungsfuttermittel